Letterpress-Workshop


"In diesem Kurs lernt man, im Letterpress–Verfahren zu drucken. Jeder Teilnehmer druckt einen eigenen Entwurf auf einer unserer Druckmaschinen. Alle Schritte vom Herstellen der Druckklischees über das Farbmischen, die Vorbereitung des Papiers, Drucken bis zum Endbeschnitt der Drucksachen werden selbst ausgeführt." - so lautet die Erklärung zum Workshop auf der Website der "Werkstatt Hoeflich" im Herzen von München, die ich vor einigen Wochen im Netz entdeckt habe. 

Ich buchte umgehend den letzten Termin in diesem Jahr, da man sich als About-Paper-Blogger schließlich nicht nur theoretisch mit den verschiedenen Druckverfahren auskennen sollte. 

Am ersten Tag des Workshops war ich deutlich zu früh vor Ort und hatte dadurch die Möglichkeit, mich vorab schon einmal etwas in der Druckerei umzusehen.



Schnell trafen aber auch die anderen Teilnehmer/innen ein und wurden von Beate Dietz, unserer "Lehrerin", begrüßt. Sie unterwies uns direkt im Belichten unserer Klischees. Den Film hatte sie uns bereits vorbereitet. Für Profis mag dies einen profanen Arbeitschritt darstellen, aber faszinierend ist es allemal, wie sich eine vormals glatte Folie durch Einwirkung von UV-Strahlung verändert.




Da wir eine ungerade Anzahl von Teilnehmern waren, konnte ich mich alleine auf dem Boston Tiegel einrichten, während die anderen sich jeweils zu zweit eine Maschine teilten. Beate erklärte uns aber dankenswerterweise jede der drei Druckmaschinen ausführlich in ihrer Funktionsweise und wie sie korrekt eingerichtet werden.




Nach dem ersten kurzen Andruck auf "meinem" Tiegel war der Tag auch schon fast vorbei. Wir bereiteten noch für den nächsten Tag alles vor und reinigten die Arbeitsutensilien und Maschinen. Der zweite Tag begann mit Farben aussuchen, Papier zuschneiden, einpassen der Klischees und den ersten Blinddrucken. Natürlich klappte bei uns Anfängern nicht alles auf Anhieb, aber Beate kümmerte sich mit einer bemerkenswerten Gelassenheit um all unsere Probleme und Problemchen. 

Als alles einwandfrei lief, kam einer der Teilnehmerinnen bei dem Blick auf ihre wunderschöne (selbstdesignte) Weihnachtskarte der Satz über die Lippen, welcher es exakt auf den Punkt brachte: "Drucken macht glücklich!". Dem war nichts mehr hinzuzufügen. 

Nach der Mittagspause wurden wir im richtigen Beschnitt an der Schneidemaschine unterwiesen und so hielten wenig später alle ihre fertigen Endprodukten stolz in der Hand. Fasziniert von den Arbeiten der Anderen, tauschten wir natürlich auch gleich untereinander. Ich hatte als Erster mit dem Beschnitt begonnen und so war noch Zeit, dass mir Beate zeigen konnte, wie man mit relativ geringem Aufwand ein Notizheft in Fadenheftung bindet. 


Am Ende des Tages konnte ich mit folgenden Letterpress-Artikeln den Workshop beenden:

Am Ende dieser Erfahrung kann nur ein Prädikat stehen:
ABSOLUT EMPFEHLENS- UND NACHAHMENSWERT

Wer sich ausführlich über den Kurs informieren möchte:
www.werkstatt-hoeflich.de/workshops

Übrigens: Wer an diesem Workshop teilgenommen hat, kann sich in der offenen Werkstatt auch Zeiten auf den Maschinen buchen um seine Kenntnisse zu vertiefen und viele wunderschöne Letterpress-Produkte selbst herzustellen, denn:
"DRUCKEN MACHT GLÜCKLICH!" ;-)

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